KunstantiquariatFriedrich Piesk

Rudolf Müller

Rudolf Müller (1903 Stuttgart - 1969 ebenda), Sohn eines Architekten, besuchte 1919-1921 zunächst die Kunstgewerbeschule in Stuttgart. 1921-1928 studierte er an der dortigen Kunstakadmie, wo Arno Waldschmidt, Christian Landenberger und Robert Breyer seine Lehrer waren. Befreundet mit Wilhelm Geyer und Hans Fähnle, beteiligte er sich an den Ausstellungen der 1929 gegründeten Stuttgarter Neuen Sezession, die jedoch 4 Jahre später von der 'Reichskammer der bildenden Künstler' verboten wurde. Da seine Werke während des Nationalsozialismus als entartet galten, folgten Jahre finanzieller Not. 1944 wurde sein Atelier zerstört.
Nach Kriegsende beteiligte er sich am Wiederaufbau der Freien Kunstschule Stuttgart, wo er 1947 - 1959 einen Lehrauftrag für Zeichnen innehatte. Er gilt als Vertreter des Expressiven Realismus, wandte sich jedoch in seinen späten Schaffensjahren der abstrakten Malerei zu.