KunstantiquariatFriedrich Piesk

Heinrich Giebel

Rastender Bauer mit Schubkarre, 1912

Öl auf Leinwand, 89,5 x 123,5 cm.

Unten rechts signiert und datiert.

 

Großformatiges Hauptwerk Giebels, das Carl Bantzer in seinem Buch „Hessen in der deutschen Malerei“ auf S.136 unter dem Titel „Ruhepause“ erwähnt.

Es ist abgebildet in: Bernd Küster, Heinrich Giebel (1865-1951), Bremen 2001, S. 54.

„...Der „Rastende Bauer mit Schubkarre“ ist im Profil und noch dazu im Schatten erfaßt, so daß auch hier eine personenbezogene Erzählung ausgespart bleibt – und der gute Hannvelt [Horn] mit seinem violetten Trachtenrock in erster Linie ein farbiges Element verkörpert und erst in zweiter einen Schwälmer Bauern. Der Bildraum wird von einer tiefstehenden Sonne ausgeleuchtet und zum Vorder- wie zum Hintergrund von Schattenbereichen begrenzt. Die warme Tonigkeit des Mittelgrundes spielt Giebel mit Bedacht gegen die blauen und violetten Zoien aus und schafft durch die Kontraste ein malerisches Raumgefüge von hoher atmosphärischer Dichte und farbiger Spannung. Ungeachtet seiner künstlerischen Intentionen liebt er es, eine im Vergehen begriffene Welt zu schildern – und durch die Malerei symbolisch zu machen.“ (Bernd Küster, Heinrich Giebel, a.a.O., S. 56).