Heinrich Giebel
Bauernkind in Hinterländer Tracht, um 1914
Öl auf Leinwand auf Pappe, 33,5 x 27,3 cm.
Oben rechts signiert.
Rückseitig vom Künstler bezeichnet:
H. Giebel, Marburg. Bauernkind aus dem Kreise Biedenkopf.
1914 und 1915 entschloss sich Heinrich Giebel zu einem längeren Studienaufenthalt im hessischen Hinterland.
"Schon lange hatte es ihn gelockt, die eigenartigen Farben und uralten Formen der Hinterländer Tracht im Kreis Biedenkopf malerisch zu verwerten... Die Hinterländer hatten damals noch nie einen Maler gesehen und dachten, sie kämen auf Ansichtskarten. In diesen Schwierigkeiten fand mein Mann unermüdliche Helfer in dem Hauptlehrer und Volksschriftsteller Georg Zitzer und seiner Frau Minchen, mit den wir uns herzlich nafreundeten. Sie wußten, wie man die Leute anpacken muß und für sich gewinnen kann. Manches gute Modell haben sie meinem Mann geworben und sind dadurch an der Entstehung seiner Bilder maßgeblich beteiligt gewesen."
Anna Giebel, Lebensbild von Heinrich Giebel. Unveröffentlichte Aufzeichnungen (1952), zitiert nach: Bernd Küster, Heinrich Giebel 1865-1951, Bremen 2001, S. 66.


